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19.02.2011 – Michael Kunze zu Besuch

Zweite Hauptprobe am 19.2.2011 in der Stadthalle Minden


Das Stück sollte keine große Kunst werden und auch keine Bibelstunde. Die Geschichte vom Auszug der Israeliten sollte einfach so erzählt werden, dass sie nah am Leben bleibt und die Menschen sie verstehen können. So beantwortete Michael Kunze, der Story-Architekt des Pop-Oratoriums „Die 10 Gebote“, die Frage nach der Absicht dieses Stückes.


Zum Besuch der zweiten Hauptprobe am 19.2. in der Mindener Stadthalle war er eigens aus Hamburg angereist. In seiner ruhigen und zugewandten Art stellte er sich den Fragen des Interviews. Zwei Dinge hätten ihn an der Exodus-Geschichte besonders interessiert: Die Freiheit, in die Mose sein Volk führt und die Art, wie Zipporah, die Frau des Mose, diese Freiheit nicht nur bedenkt, sondern ins Leben überträgt.

 

Zum Aufbau und Schutz der Freiheit seien die 10 Gebote notwendig. Die Ordnung und Weisung dieser Rechtssätze wären das Gerüst, das der Freiheit eine Gestalt verleiht. „Mit Anarchie wird es keine Freiheit geben“, ist sein Fazit.

Die Mitglieder des großen Oratorienchors lassen sich beeindrucken von den Deutungen dieses Urgesteins der deutschen und internationalen Pop-Musik. Allen Alterstufen unter den Chorsängern zwischen 14 und 74 ist er ein Begriff. Seine ersten Texte schrieb er bereits in den 60er Jahren für Udo Jürgens und Peter Alexander. Auch Peter Maffay und die Münchener Freiheit arbeiteten mit ihm zusammen. Die deutschen Übersetzungen der großen Webber-Musicals sind sicher den meisten der anwesenden Generationen bekannt.

Nach der Probe widmet sich Michael Kunze den Fragen und Anliegen der interessierten Choristen. Zur Aufführung am 6. März könne er leider nicht kommen, sagt er. „Meine Frau hat an diesem Tag Geburtstag. Da muss ich Prioritäten setzen.“ Eine einleuchtende Begründung - eben nah am Leben.